
Es wird wirklich seit den 60er Jahren bei dem Namen Les Paul mehr an eine berühmte elektrische Gitarre gedacht als an den am 9. Juni 1915 in Waukesha, Wisconsin geborenen Musiker Lester Polsfuss, der sich als Country- und Jazzgitarrist früh den Künstlernamen Les Paul zugelegt hatte.
Les Paul war immer auch ein leidenschaftlicher Bastler, Tüftler und Erfinder der gerne an elektronischen Geräten wie Plattenspielern, Radios, Mikrofonen herumschraubte und der sich selber kleine Verstärker zusammenbaute. Als er seine Gitarre mit einem Tonabnehmer versah, um damit höhere Lautstärken zu erreichen, ergab sich durch die Schwingungen des hohlen Instrumentenkörpers das Problem starker akustischer Rückkopplungen.
Als der britische Gitarrist Eric Clapton 1965 von den Yardbirds zu John Mayall's Bluesbreakers und gleichzeitig von der Fender Telecaster auf eine Gibson Les Paul umsattelte, trug er wie auch einige andere Bluesmusiker maßgeblich dazu bei, dass Gibson die "Les Paul" wieder ins Programm nahm.
Schließlich wurde die "Les Paul", von ihren Fans auch liebevoll "Paula" tituliert, wegen ihres besonders weichen und lange stehenden Tones zu eine der populärsten E-Gitarren in der Rockmusik. Die Liste ihrer Spieler ist endlos. Eric Clapton, Jimmy Page, Jeff Beck, Keith Richards, Mick Taylor, Paul Kossoff, Duane Allman, Mike Bloomfield, Neil Young, Gary Moore, Slash, James Hetfield, Mike Ness sind nur ein wenige Namen, die man mit dem Instrument verbindet.
Vergessen sollte man darüber allerdings nicht ihren 2009 verstorbenen Erfinder, der selber auch ein feiner Gitarrist und Musiker war. Les Paul wäre heute 96 Jahre alt geworden...
Happy Birthday sagen wir.
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