Donnerstag, 9. Juni 2011

Kino.to




Die Filmindustrie scheint einmal wieder am Leben zu sein.
Aber Jack Warner ist längst tot,ebenso seine Brüder Samuel,Albert und Harold.
Errol Flynn scheint damit immer noch ein "Hurensohn" zu sein,wie ihn einst Jack Warner bezeichnete.Lag wohl am Erfolg ohne die Brüderchen.

Auch Adolph Zukor (Paramount) und Marcus Loew (Metro- Goldwyn-Mayer) segneten getrost mit Erfolg ab.

Die Frage vielmehr ist, wo ist heute "Kino" und wenn überhaupt was ist noch von dem Begriff übrig geblieben.
Ist es die Wut der oberflächlichen Mittelschicht, aus Geiz oder Gier oder vielmehr der Stolz der Filmliebhaber,
sich noch Filme zu kaufen? Abgesehen davon, dass Praktikanten (Verkäufer) bei Saturn nicht wissen wer Serge Gainsbourg ist/war bzw. sie den Film überhaupt in ihrem gekröntem Sortiment haben.
Naja immerhin gibt's die Dauerbrenner für 7,99 wie "Top Gun", "Geboren am 4.Juli" und "Eine Frage der Ehre."
Da die äußerst seriöse, jedem bekannte Seite kino.to ins Gras gebissen hat, stellen wir uns weniger die Antwort auf die Frage sondern vielmehr die Frage ohne Antwort.
Ist das Kino2.0 die Entwicklung des Internets, einer Gesellschaft die es ausnutzt oder der Hang zu einem Kastendenken? Einer Befangenenverurteilung!
Ins kommerzielle Kino gehen heute im Durchschnitt nur noch "erlesene,unbetuchte Menschen", Kleinkinder oder "Fluch der Karibik"-Fans (Abgesehen von, ja es gibt sie noch, Arthouse-Kinos!). Nicht nur die Preise, auch die Entwicklung, die Besucher sind nicht wie damals. DieNostalgie beißt sich einmal selbst wieder ins Knie.
Es gibt ja noch andere Alternativen im web.2.0 oder wirklich ausgesuchte Videotheken....
Wer den "Blauen Engel", "Donnie Darko" oder "Boulevard der Finsternis" nicht auf kino.to gesehen hat, sollte sich diese jetzt schläunigst bestellen/kaufen und danach abdanken mit einer niemals auch noch annähernd vollständigen Sammlung oder den Gedanken daran. In Time Warner Group we trust.

Kino=
„Man geht nicht bloß ins Kino, um sich Filme anzusehen. Man geht vielmehr ins Kino, um mit zweihundert Menschen zu lachen und zu weinen.“
John Naisbitt




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